Neuer, unbekannter Blick auf den Wegbereiter der Elektronischen Musik
Ende der 1950er-Jahre suchten avantgardistische Musiker nach neuen Möglichkeiten, ihren experimentellen Kompositionen schriftlich Ausdruck zu verleihen. Die tradierte Musiknotation erfüllte dabei nicht mehr ihren Anspruch auf eine universelle, weit über die Musik hinausweisende Sprache. Die Erweiterung in die Elektronische Musik als auch die Verschränkung von Musik und Performance ließen die Gattungsgrenzen verschwimmen und führten unweigerlich zu einer veränderten Form der Verschriftlichung. Karlheinz Stockhausen, einer der brillantesten Protagonisten jener Jahre, nutzte wie kein anderer alle erdenklichen Formen, um seinem musikalischen Kosmos Ausdruck zu verleihen. Das Buch gibt erstmals Einblick in diesen bisher kaum bekannten Aspekt seines Schaffens. Vorgestellt werden Zeichnungen, in denen Stockhausen eine eigene Bildsprache für das fand, was weder musikalisch noch sprachlich darstellbar war, darunter Blätter, die der Aufführungspraxis gewidmet sind oder solche, in denen Zeitangaben, Klangfarben oder Dynamik farbig notiert wurden. Alle Arbeiten zeugen von Stockhausens Bestreben, ein möglichst breites Assoziations- und Vorstellungsspektrum zu schaffen. Mit der Durchdringung von Schrift, Zeichnung und Musik ist so ein herausragendes, autonomes Werk entstanden.
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