Die Trinkwasserqualität in heimischen Haushalten wird über die Trinkwassserverordnung reguliert. Hier werden Höchstgrenzen für sämtliche gesundheitsgefährdende Stoffe festgesetzt. Dadurch wird ein klarer Qualitätsstandard gesetzt. Zusätzlich sind die Trinkwasserversorger angehalten, regelmäßig die Qualität des Trinkwassers zu überprüfen. Jene Gewährleistungspflicht geht bis zum Hausanschluss. Die Trinkwassersysteme im Haus sind privat und werden daher nicht überwacht.
Der Eigentümer ist daher gut beraten selbstständig die Qualität des Trinkwassers im privaten Trinkwassersystem zu überprüfen. Besonders während der Urlaubszeit kann es zu langen Stehzeiten des Wassers im privaten Trinkwassersystem kommen. Insbesondere bei alten Leitungen sind in der Folge chemische Reaktionen möglich. Es kann zur Abgabe von Metall-Ionen führen. Einige Leitungen in Altbauten enthalten immer noch Blei oder Kupfer. Wasserhähne können Nickel abgeben.
Die einzelnen Metalle unterscheiden sich in ihrer Schädlichkeit für den Menschen durch ihre Konzentration. Während Magnesium, Calcium, Kalium oder Natrium in geringen Mengen sogar essentiell für den menschlichen Organismus sind, können andere Metalle bereits in niedriger Konzentration toxisch wirken. Zink und Kupfer beispielsweise wirken sich in einer Akkumulation schädlich auf den Körper aus. Eine Schwächung des Immunsystems und eine negative Beeinflussung des Nährstoffwechsels sind die mögliche Folge. Eine bestimmte Konzentration an Blei kann zu neurologischen Störungen führen und Kupfer wird häufig mit Migräne und Schäden an der Leber in Verbindung gebracht. Trinkwasser mit einer hohen Nickel-Konzentration wird für diverse Allergien verantwortlich gemacht. Weitere mögliche Erkrankungen durch eine Belastung des Trinkwassers mit Schwermetallen sind Krebs, Störungen im Wachstum, Autoimmunerkrankungen, Organschäden sowie Schäden am Nervensystem.
Was wird mit dem...